Sowohl die Gewässerentwicklung als auch die Rekultivierung von Abbauflächen verfolgen das Ziel, möglichst naturnahe und hochwertige Lebensräume zu schaffen. Der natürliche Entwicklungsprozess durchläuft in der Regel mehrere Stadien, die jeweils bestimmte Lebensraumqualitäten besitzen. Diese Entwicklung kann durch die Planung unterstützt und gesteuert werden, um besondere Arten und Lebensgemeinschaften zu fördern.

Neue Vegetation entsteht mit dem Aufkommen von ein- und zweijährigen Kräutern, die von dauerhafter Gras- und Krautvegetation und Gehölzen abgelöst werden. Solche Initialstadien besitzen einen besonderen Wert z. B. für spezialisierte Insekten und Falter. Bei dichterem Bewuchs werden sie von anderen Arten abgelöst, bis ein gewisser Reifezustand der Lebensgemeinschaft erreicht wird.

Bei der Gewässerentwicklung ist das Nebeneinander von schutzbedürftigen Flächen und Erholungsnutzung ein wichtiges Thema und erfordert meist besondere Maßnahmen zur räumlichen Trennung und zur Information der Bevölkerung über die Schutzziele.

Umgestaltung der Dreisam

im Bereich Kartauswiesen in Freiburg